Der Veloturm kommt

Dieser Beitrag ist auf velojournal.ch erschienen. Über unseren V-Locker – vielen Dank.

Die Zahl der E-Bikes und wertvoller Velos auf überfüllten Abstellplätzen steigt. Das Problem von Diebstahl und Vandalismus bleibt aber bestehen. Nun hat ein Schweizer Start-up eine Lösung entwickelt: den Velo-Parkierlift.

Was es beispielsweise in Japan schon lange gibt, wird in der Schweiz bald auch Realität: der Velo-Parkierlift. Dort steht für jedes Fahrrad eine kleine Garage zur Verfügung, zum Schutz vor Diebstahl und Vandalismus, Nässe und Frost. Dazu gibt es ein Gepäckfach mit Stauraum für Zweirad, Helm, Regenschutz und Habseligkeiten mit einer Lastgrenze von 50 Kilogramm. Die Parkieranlage soll so sicher und zuverlässig zu bedienen sein wie ein Lift oder der Geldautomat.

Swiss Made

Zusammengeschlossen in der Firma NewGreen Tec haben eine Handvoll Spezialisten mit dem V-Locker ein Produkt entwickelt, das nicht nur Alltagsvelofahrenden, sondern auch Behörden und Fachstellen in naher Zukunft Alternativen zu herkömmlichen Parkieranlagen bietet.  
Zurzeit wird in der Werkstatt der Firma Maagtechnic in Dübendorf der Prototyp eines Veloturms gebaut, der nach dem Prinzip des Paternoster-Aufzugs funktioniert. Bei dieser Technik verkehren mehrere an zwei Ketten hängend befestigte Einzelkabinen in einem Umlaufbetrieb. Damit erfährt ein altbewährtes Prinzip eine neue Anwendung, immerhin wurde der Paternoster-Aufzug vor mehr als 140 Jahren erfunden. Die Idee dahinter:  Wo der Platz knapp ist, bleibt als Ausweg nur die Nutzung von Raum über oder unter dem Boden. So etwa bei Bahnhöfen und Schulen.

Prototypen in Bern und Winterthur

Nächstes Jahr sollen im Technopark auf dem Sulzer-Areal in Winterthur sowie an einem Bahnhof im Kanton Pilotanlagen für 20 Plätze in Betrieb genommen werden. Davon erwarten Hersteller und Auftraggeber Rückmeldungen des Publikums. Bestimmt werden die Prototypen auch ein Blickfang sein.

Technische Daten

• Platzbedarf: 0,3 bis 0,5 m2 pro Velo
• Ein- und Auschecken innerhalb von 20 Sekunden
• Schutz vor Diebstahl, Vandalismus, Nässe, Frost
• Leicht zu bedienen mit Smartphone oder Chipkarte
• Vollautomatischer Betrieb
• Hohe Verfügbarkeit dank bewährter Technik
• Temporäre und permanente Anwendungen ohne Tiefbauarbeiten
• Modulare Anlagen verschiedener Grössen
• Freistehend ebenerdig, im Untergrund und integriert in Gebäuden
• Tiefe Beschaffungs-, Installations- und Betriebskosten

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